Mitarbeiter­interview
Imke Blankenburg

AP- Auszubildende

Mitarbeiter­interview
Imke Blankenburg

AP- Auszubildende

Hi Imke, du machst momentan eine Ausbildung im Heimathafen als examinierte Pflegefachkraft. Erzähle uns doch etwas über dich und deinen beruflichen Werdegang.
Ich bin Imke, 39 Jahre alt, gelernte Tanzpädagogin und Heilerzieherin. Ich habe in England Tanzpädagogik gelernt und dort auch gelebt, nebenbei habe ich mit behinderten Menschen gearbeitet. Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme und Schwierigkeiten in England bin ich nach Deutschland zurückgekehrt und habe dort den direkten Einstieg in den Bereich Pflege gefunden. Zuerst war ich als Pflegehelferin tätig und als Assistentin, bis ich jetzt beim Heimathafen im ersten Jahr die Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft absolviere.

Warum bist du nach Deutschland zurückgekommen?
Ich bin 2008 aufgrund der wirtschaftlichen Krise wieder nach Deutschland zurückgekommen. Mit fast 30 Jahren wollte ich wisse wo stehe ich, was will ich machen? Meine damalige berufliche Situation hat mich nicht zufriedengestellt, ich hab mit 30 Jahren in einer WG mit 8 Personen gelebt und hatte sehr wenig Geld für meinen Lebensunterhalt. Als Heilerzieherin und Tanzpädagogin war die berufliche Situation schwierig. Während der Ausbildung als Tanzpädagogin war mir die berufliche Situation egal, nach der Ausbildung wurde sie jedoch greifbarer. Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich zuerst als Assistentin in der Pflege gearbeitet, die Arbeit war ausgerichtet als Assistenz Kraft für eine konkrete Person, für die man tätig ist.

Hattest du mehrere Jobs in deiner Anfangszeit in Deutschland?
Ja 3 Stück auf einmal: Ich habe auf einem Ökomarkt Äpfel verkauft und nebenbei als Pflegehelferin sowie als Assistentin in der Pflege bei verschiedenen Unternehmen gearbeitet.

Warum bist du zum Heimathafen gewechselt?
Meistens, gerade in der Pflege herrschen viele Klischees. Als Assistenz wird dir oftmals erzählt, dass ambulante Pflege schwierig sei und nicht gut, deshalb wollte ich mir gerne einen eigenen Eindruck darüber machen. Frau Gensler hat mir dort einen guten Einstieg ermöglicht. Zuerst habe ich stundenweise beim Heimathafen angefangen, danach Stück für Stück mehr. Meine vorherige Assistenz-Position innerhalb der Pflege bedeutet konkret nur für eine Person da zu sein. Bei ambulanter Pflege und das habe ich über die Zeit gemerkt ist man mehr man selbst und hat keinerlei Probleme was das Nähe-Distanz Verhältnis zwischen Klient und einem selber angeht. Außerdem gab es als Assistenz keinen direkten Kollegen Kontakt, da man sich immer nur um eine Person gekümmert hat, den neuen Kollegen Zusammenhalt im Heimathafen schätze ich daher sehr.

Und was an der Tätigkeit im Heimathafen findest du besonders spannend?
Vor allem das abwechslungsreiche Aufgabenfeld und mein Interesse mit MS Patienten zu arbeiten sowie die Betreuung Querschnittgelähmter. Der Mix aus vielen unterschiedlichen Menschen, unterschiedlichen Altersgruppen und das spannende Wohnprojekt des Heimathafens machen die Arbeit speziell und interessant macht.

Wo siehst du deine berufliche Zukunft?
Schwierig zu sagen, da ich mich momentan auf die Ausbildung und die Schule konzentriere und meine Ausbildung noch ca. 2 Jahre gehen wird. Ich konzentriere mich auf das Hier und Jetzt und möchte die Ausbildung so gut wie möglich abschließen, danach könnte ich mir sehr gut vorstellen im Heimathafen zu arbeiten, weil ich mich mit der Firma sehr verbunden fühle.

Wie findest Du unterstützt dich der Heimathafen während deiner Ausbildungszeit?
Frau Gensler hat mir die Angst vor gewissen Tätigkeiten genommen, bei welchen ich am Anfang noch große Schwierigkeiten hatte, da hat sie mich gut eingeschätzt und durch das „in das kalte Wasser“ werfen, mich bestmöglich gefördert.

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